Der Alltag der Schulkinder

Der Einstieg der Schulkinder in den Strolche-Alltag erfolgt i.d.R. über die Mittagssituation. Hier erhalten die Kinder nach dem verbrachten Schulvormittag neben dem Essen zunächst etwas Ruhe und ein Forum an Personen (Köchin, Erziehenden oder Gruppe) zum Erzählen ihrer Erlebnisse und Erfolge aber auch der Misserfolge. Dabei ist vonseiten der erwachsenen Zuhörer besondere Sensibilität gefragt. Aber auch die Kinder haben für die Belange der Schulkids immer ein offenes Ohr. Anschließend geht es zur Zahnpflege.

Am Nachmittag können die Schulkinder je nach Laune spielen, basteln, malen, werken, Musik hören und natürlich auch Hausaufgaben machen.
Auffällig ist ihr großes Bewegungsbedürfnis, nach etlichen Stunden des Ruhigsitzens sieht man sie skatend, mit Fahrrädern rasend oder Fußball spielend in separierten Bereichen unseres Außengeländes. Im Toberaum tanzen sie nach ihrer Musik oder finden andere Möglichkeiten und Gegenstände, ihren Bewegungsdrang auszuleben. In diesem Raum können die Schulkids auch am begehrten Rhythmikangebot des Kinderladens teilnehmen, das Donnerstags von einer externen Fachkraft durchgeführt wird.

Aber auch der kreative und kognitive Bereich kommt für die Schulkinder nicht zu kurz. Im Mal-Atelier gestalten sie an der Staffelei ein Gemälde, am Werktisch zimmern sie vielleicht mit Holz und Nägeln ihr Traumboot zusammen. Der Gruppenraum bietet ihnen die Gelegenheit, z.B. Papierflieger zu basteln oder Gesellschafts- und Tischspiele durchzuführen. Sie können Bücher lesen, den Jüngeren Bücher vorlesen oder vor ihnen mit ihrem Hausaufgabenwerk glänzen usw.

Ein wichtiger Beweggrund für das tägliche Erscheinen der Schulkids ist die Möglichkeit der Begegnung mit ihren „alten“ Freundinnen und Freunden. Insbesondere zwischen den Erstklässlern und den Vorschulkindern der Einrichtung (Raubkatzen) besteht eine sehr starke Affinität. Oft kennen sich die Kinder aus der vorherigen Strolchezeit. Beide profitieren im Alltag voneinander, die Vorschulkinder, indem sie durch den Kontakt mit den Schulkindern in ihren nah bevorstehenden Lebensabschnitt hineinschnuppern können und die Schulkinder, indem sie von ihren jüngeren Freundinnen und Freunden schon mit Interesse erwartet und in der Gruppe warmherzig empfangen werden. Oft ergeben sich aus der gemeinsam verbrachten Mittagssituation Spielideen zwischen den Kindern, die dann im Laufe des Nachmittags realisiert werden. Dem Spiel dieser Kinder wird ganz bewusst genügend Zeit eingeräumt, auch wenn dadurch die Hausaufgaben der Schulkids unerledigt bleiben. Dies ergibt sich auch daraus, dass eine feste Hausaufgabenhilfe für die Schulkids nicht angeboten wird.

Manchmal genießen die Schulkinder aber auch das Zusammensein mit weitaus jüngeren Strolchen. Diese Emotion wird z.B. sichtbar, wenn sie den Kleineren ihrer Gruppe beim Ankleiden helfen. Außerdem äußern sie ab und an den Wunsch, das Mittagessen in der Krabbelgruppe zu verbringen. Auch dieses Verhalten der Schulkids wird unterstützt bzw. gefördert.

Die Erziehenden der altersübergreifenden Gruppe 2 die Kindergartenkinder am Vormittag und denken gleichzeitig an das Ankommen der Schulkinder. Eine wesentliche Aufgabe ihrer Arbeit besteht darin, planmäßig vorzugehen aber auch immer wieder situativ zu entscheiden, wie die Schulkinder in den Kinderladenalltag eingebunden werden können. Keine leichte Aufgabe – aber die Schulkids der Strolche sind es wert!

Besondere Zeiträume im Leben der Schulkinder sind die Schulferien. Oft geht es dann mit den Eltern in den wohlverdienten Urlaub. Alternativ können sie aber auch die Strolche aufsuchen. Dann beginnt für sie der Tag bei uns schon morgens zu den normalen Bringzeiten. Auf diese Weise haben die Schulkids auch einmal die Gelegenheit, sich an größeren Aktionen des Kinderladen-Bereichs (Schwimmangebot, Ausflüge) zu beteiligen.

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